❗ Gefälschte ELSTER-Mails: Phishing mit angeblicher Steuererstattung
„Ihre Steuererstattung ist verfügbar" – eine E-Mail, die täuschend echt nach ELSTER aussieht, verspricht mehrere hundert Euro Rückzahlung. Die Verbraucherzentrale warnt aktuell vor genau dieser Welle. Wir zeigen, woran Sie die Fälschung erkennen und was zu tun ist, wenn Sie schon geklickt haben.
So sieht die Betrugsmasche aus
Die E-Mail gibt sich als Nachricht von ELSTER, dem offiziellen Steuerportal der Finanzverwaltung, aus. Betreff und Text ähneln echten Mitteilungen: von einem „Veranlagungsbescheid 2025" ist die Rede, dazu ein konkreter Erstattungsbetrag – oft ein Betrag um die 250 bis 400 Euro. Ein großer Button „Zur elektronischen Mitteilung" soll direkt ins vermeintliche ELSTER-Postfach führen.
Tatsächlich führt der Link auf eine gefälschte Seite, die dem echten ELSTER-Portal nachempfunden ist. Wer dort seine Zugangsdaten eingibt, übergibt sie direkt an Kriminelle – die damit im schlimmsten Fall Zugriff auf hinterlegte Steuerdaten und Bankverbindungen bekommen.
- Absenderadresse genau prüfen: Steht dort nicht exakt
@elster.de, ist es Betrug – egal wie professionell Logo und Layout wirken - Unpersönliche Anrede: „Sehr geehrte Nutzerin, sehr geehrter Nutzer" statt Ihres echten Namens
- Künstlicher Zeitdruck: Aufforderung, „umgehend" zu handeln
- Ein konkreter Erstattungsbetrag, obwohl Sie gar keine Steuererklärung erwartet haben
- Der Hinweis, eine Antwort sei nicht möglich, da die Mail „nicht ausgewertet" wird
Die wichtigste Regel
Klicken Sie niemals auf den Link in einer solchen E-Mail. ELSTER und Finanzämter fordern grundsätzlich nicht per E-Mail-Link zur Eingabe von Zugangsdaten auf. Wenn Sie wissen möchten, ob tatsächlich eine neue Nachricht vorliegt, rufen Sie die offizielle Seite elster.de von Hand in Ihrem Browser auf oder loggen Sie sich über Ihre gespeicherten Zugangsdaten ein – niemals über einen Link aus einer E-Mail.
- ELSTER-Passwort umgehend ändern – direkt über elster.de, nicht über die E-Mail
- Falls dasselbe Passwort auch woanders genutzt wird: dort ebenfalls ändern
- Bankkonto im Blick behalten und bei Auffälligkeiten sofort die Bank kontaktieren
- Verdächtige E-Mail beim Phishing-Radar der Verbraucherzentrale melden
- Bei Unsicherheit: Anzeige bei der Polizei erstatten
Vorbeugen: sicher mit E-Mails zu Behörden umgehen
Die goldene Regel gilt für ELSTER genauso wie für Bank, PayPal oder Amazon: Links aus E-Mails führen nie zur Anmeldung – die passende Seite rufen Sie immer selbst über die Adresszeile oder ein gespeichertes Lesezeichen auf. Aktivieren Sie bei ELSTER zusätzlich, falls verfügbar, eine Zwei-Faktor-Absicherung Ihres Zugangs.
Diese Masche ist kein Einzelfall – sie reiht sich ein in aktuelle Betrugswellen wie die WhatsApp-Abstimmungs-Falle oder falsche Bank-Anrufe. Einen Überblick über weitere aktuelle Maschen finden Sie in unserem Artikel Aktuelle Betrugsmaschen 2026.
Wenn Sie unsicher sind, ob eine E-Mail echt ist, oder Hilfe bei der Absicherung Ihrer Konten brauchen: Bringen Sie Ihr Gerät gern vorbei – wir werfen einen Blick drauf.