Kleinanzeigen-Betrug und Fake-Shops – sicher kaufen und verkaufen
Ob Kleinanzeigen-Portal oder Online-Shop: Wo gekauft und verkauft wird, sind Betrüger nicht weit. Die Tricks treffen Käufer wie Verkäufer – und sie sind oft erstaunlich gut gemacht. Hier sind die häufigsten Fallen und wie Sie sie umgehen.
Falle 1: Der Käufer-Trick mit „Freunde & Familie“
Sie wollen etwas kaufen, der Verkäufer besteht auf Zahlung per PayPal „Freunde & Familie“ – angeblich, um Gebühren zu sparen. Der Haken: Bei dieser Zahlungsart gibt es keinen Käuferschutz. Kommt die Ware nie an, ist das Geld weg, und PayPal kann nicht helfen. Seriöse private Verkäufer akzeptieren die normale Zahlung „für Waren und Dienstleistungen“ oder Barzahlung bei Abholung.
Falle 2: Gefälschte „Sicher bezahlen“-Links
Diese Masche trifft Verkäufer: Ein angeblicher Käufer meldet sich, will sofort kaufen und schickt einen Link – angeblich zur „sicheren Bezahlfunktion“ des Portals oder eines Versanddienstes. Der Link führt auf eine täuschend echte, aber gefälschte Seite, die Ihre Bank- oder Kreditkartendaten abfragt – angeblich, damit Ihnen das Geld „ausgezahlt“ werden kann. Wer dort Daten eingibt, dessen Konto wird leergeräumt. Merksatz: Wer Geld empfangen will, muss niemals eigene Kartendaten eingeben. Die echten Bezahlfunktionen laufen immer innerhalb der App oder Website des Portals – nie über zugeschickte Links.
Falle 3: Fake-Shops mit Traumpreisen
Ein Online-Shop bietet das begehrte Gerät deutlich günstiger an als alle anderen – lieferbar, sofort, aber nur gegen Vorkasse. Nach der Überweisung kommt: nichts. Fake-Shops sind heute professionell gestaltet, oft mit kopierten Produktfotos und erfundenen Bewertungen.
- Preis deutlich unter allen Mitbewerbern? Das ist der Köder – seriöse Händler verschenken nichts
- Nur Vorkasse möglich (auch wenn anfangs andere Zahlarten angezeigt wurden)? Finger weg
- Impressum fehlt, ist unvollständig oder die Firma existiert nicht? Klares Warnsignal
- Im Zweifel: den Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale nutzen – dort die Shop-Adresse eingeben und prüfen lassen
Sicher kaufen und verkaufen – die Grundregeln
Bei Kleinanzeigen ist die sicherste Variante oft die einfachste: Abholung und Barzahlung – Ware und Geld wechseln gleichzeitig den Besitzer. Bei Versand: nur die offiziellen Bezahlfunktionen der Portale nutzen, niemals zugeschickte Links. Und grundsätzlich: Wer Sie zur Eile drängt („viele Interessenten!“, „nur heute!“), will verhindern, dass Sie nachdenken.
- Bank kontaktieren – Überweisungen lassen sich kurz nach Auftrag manchmal noch stoppen; bei Lastschrift können Sie 8 Wochen lang zurückbuchen
- Beweise sichern: Screenshots der Anzeige, des Chatverlaufs und der Shop-Seite
- Anzeige erstatten – online über die Internetwache der Polizei Berlin
- Haben Sie Kartendaten auf einer gefälschten Seite eingegeben? Karte sofort sperren (Sperr-Notruf 116 116)
Im Zweifel: fragen Sie uns
Sie sind unsicher, ob ein Shop oder ein zugeschickter Link echt ist? Kommen Sie vorbei oder rufen Sie an, bevor Sie zahlen – ein kurzer Blick von uns kostet Sie nichts im Vergleich zu dem, was ein Fake-Shop kosten kann. Übrigens: In unserem Geschäft am Helene-Weigel-Platz finden Sie geprüfte gebrauchte Notebooks mit Gewährleistung – die sichere Alternative zum riskanten Schnäppchen aus dem Netz.