Ein Virus sperrt Ihren Bildschirm und zeigt eine Telefonnummer an – angeblich von Microsoft oder dem Windows-Support. Wer anruft, spricht mit Betrügern. Am Ende ist das Bankkonto leer. Wir erklären wie die Masche funktioniert, was zu tun ist – und wie wir helfen können.
Rufen Sie NIEMALS eine Telefonnummer an, die auf einem gesperrten oder alarmierten Bildschirm angezeigt wird. Microsoft, Windows, Ihre Bank oder das BSI sperren keine Computer und fordern Sie nicht per Bildschirm zur Kontaktaufnahme auf. Das sind ausnahmslos Betrüger.
Die Masche hat viele Namen: "Tech-Support-Betrug", "Microsoft-Betrug" oder auch "Fake-Virenwarnung". Das Prinzip ist immer gleich:
Oft durch einen unachtsamen Klick auf einen verseuchten Link, eine gefälschte E-Mail, eine dubiose Webseite oder einen infizierten USB-Stick. Der Schädling nistet sich still im System ein – Sie merken zunächst nichts.
Das ist der besonders erschreckende Teil dieser Masche: Viele dieser Viren sind zeitgesteuert und sammeln vorher im Verborgenen Daten. Sie können Ihren Namen, Ihre Adresse, Ihre Bank – manchmal sogar Ihren Kontostand kennen. Diese Informationen nutzen die Betrüger später, um Vertrauen zu erwecken: "Ich sehe hier Ihr Konto bei der Sparkasse…" – das klingt erschreckend echt, ist aber Teil des Tricks.
Zu einem bestimmten Zeitpunkt – oft wenn Sie gerade aktiv am Computer sitzen – erscheint plötzlich ein Vollbild-Alarm. Der Bildschirm ist gesperrt, ein lautes Warnsignal ertönt, und eine Meldung erscheint:
Die Meldung sieht täuschend echt aus – mit Windows-Logo, Microsoft-Farben und offiziell klingendem Text. Manche Varianten sperren wirklich die Tastatur und Maus, sodass man den Alarm nicht wegklicken kann.
Wer die Nummer anruft, landet bei einem gut organisierten Callcenter – meist im Ausland. Die Stimme am Telefon ist freundlich, spricht Deutsch und gibt sich als Microsoft-Mitarbeiter aus. Diese Leute sind professionelle Betrüger – sie machen das den ganzen Tag, kennen jeden Einwand und haben für alles eine Antwort. Was dann folgt:
Während Sie abgelenkt sind oder schlafen, überweisen die Betrüger Geld von Ihrem Konto. In manchen Fällen räumen sie das Konto komplett leer. Eine Rückbuchung ist oft nicht möglich – besonders bei Überweisungen ins Ausland.
Keine Panik – aber handeln Sie sofort:
Microsoft kontaktiert Sie niemals unaufgefordert per Telefon, Bildschirm-Popup oder E-Mail wegen eines Virus auf Ihrem Computer. Windows zeigt keine Telefonnummern an. Wenn Sie sich nicht sicher sind: Legen Sie auf, schalten Sie den Computer aus und rufen Sie uns an.
Das Internet ist voll von Anleitungen, kostenlosen Tools und YouTube-Videos die versprechen, Viren in 10 Minuten selbst zu entfernen. Davon raten wir dringend ab – und das hat konkrete Gründe:
Diese Schadsoftware versteckt sich tief im System. Viele der eingesetzten Programme sind sogenannte Rootkits oder Trojaner die sich in Windows-Systemprozesse einschreiben. Ein normaler Antivirenscanner findet sie nicht – oder erkennt sie als harmlos, weil sie sich als Systemdatei tarnen.
Halbwissen kann den Schaden vergrößern. Wer die falschen Dateien löscht oder Systemeinstellungen ändert ohne zu wissen was er tut, riskiert dass Windows danach gar nicht mehr startet. Daten die vorher noch rettbar gewesen wären, sind dann möglicherweise weg.
Selbst wenn der Bildschirm wieder frei ist – der Virus ist nicht weg. Viele Betroffene deinstallieren das Fernwartungsprogramm, starten neu und glauben das Problem sei gelöst. Tatsächlich läuft der eigentliche Schädling oft weiter im Hintergrund und sammelt weiter Daten.
Sie wissen nicht was die Betrüger während der Verbindung getan haben. Haben sie nur den Bildschirm gesperrt? Oder haben sie Keylogger installiert, Passwörter ausgelesen, Zugänge hinterlegt? Das lässt sich nur mit einer vollständigen Systemprüfung feststellen – nicht mit einem schnellen Scan.
Wir booten das System von einem sauberen externen Datenträger – unabhängig vom infizierten Windows. Dann scannen wir mit professionellen Werkzeugen auf Rootkits, Trojaner, Keylogger und versteckte Hintertüren. Wir prüfen welche Daten möglicherweise abgegriffen wurden, welche Zugänge kompromittiert sein könnten – und wir sagen Ihnen ehrlich was wir finden. Danach richten wir einen vernünftigen Schutz ein damit das nicht wieder passiert.
Wenn Ihr Computer betroffen ist oder war: Kommen Sie einfach mit dem Gerät zu uns in die Werkstatt am Helene-Weigel-Platz 6 in Berlin-Marzahn. Kein Termin nötig, kein Formular, kein Wartezimmer. Bringen Sie das Gerät vorbei und wir schauen es uns sofort an.
Wir erklären Ihnen verständlich was wir gefunden haben, was die Betrüger möglicherweise gesehen oder abgegriffen haben – und was jetzt zu tun ist. Ohne Fachchinesisch, ohne unnötige Panikmache, aber auch ohne Verharmlosung.
Diagnose ist kostenlos. Sie wissen also vorher was auf Sie zukommt, bevor Sie einen Cent ausgeben.
Einfach vorbeikommen – kein Termin nötig.
Diagnose ab 39 € · Ehrliche Beratung · Schnelle Hilfe
Montag bis Freitag · 10:00–18:30 Uhr · Helene-Weigel-Platz 6, Berlin-Marzahn