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Firmen Juni 2026

Die Chef-Masche (CEO-Fraud) – wenn der „Chef“ per WhatsApp Geld fordert

Eine WhatsApp vom Chef: streng vertraulich, sehr eilig, bitte sofort überweisen. Was nach Großkonzern-Problem klingt, trifft längst auch kleine Betriebe, Praxen und Vereine in Berlin. So funktioniert die Masche – und so machen Sie Ihr Team dagegen immun.

So läuft die Masche ab

Eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter – gern aus der Buchhaltung – bekommt eine Nachricht, scheinbar von der Geschäftsführung. Per WhatsApp von einer unbekannten Nummer („mein Diensthandy ist in Reparatur“) oder per E-Mail von einer täuschend ähnlichen Adresse. Der Ton: freundlich, aber bestimmt. Der Inhalt: eine eilige, streng vertrauliche Angelegenheit – eine Überweisung für einen „geheimen Firmenkauf“, eine dringende Lieferantenrechnung oder die Bitte, Gutscheinkarten (Apple, Google Play, Amazon) zu kaufen und die Codes zu schicken.

Die Zutaten sind immer dieselben: Autorität (der Chef!), Eile (heute noch!) und Geheimhaltung (mit niemandem darüber sprechen!). Genau diese Kombination soll das gesunde Misstrauen ausschalten. Die Täter wissen aus Website, Impressum und sozialen Netzwerken oft erstaunlich genau, wer im Betrieb wofür zuständig ist.

Die Variante: manipulierte Rechnungen

Verwandt und mindestens so gefährlich: Eine echte Rechnung eines echten Lieferanten kommt an – aber mit geänderter Bankverbindung. Die Täter haben sich zuvor in den E-Mail-Verkehr eingeklinkt und nur die IBAN ausgetauscht. Das Geld landet auf dem Täterkonto, der echte Lieferant mahnt Wochen später. Deshalb: Bei jeder erstmaligen oder geänderten Bankverbindung den Lieferanten über die bekannte Telefonnummer anrufen und bestätigen lassen.

⚠️ Daran erkennen Sie die Chef-Masche
  • Der „Chef“ schreibt von einer neuen Nummer oder leicht abweichenden E-Mail-Adresse
  • Eile + Vertraulichkeit: sofort handeln, mit niemandem sprechen
  • Ungewöhnliche Bitten: Gutscheinkarten kaufen, Überweisung an unbekannte Empfänger, oft ins Ausland
  • Ein Rückruf wird abgeblockt („bin im Meeting, nur schreiben“)

So machen Sie Ihren Betrieb immun

Das wirksamste Mittel kostet nichts: eine feste Regel. Jede Zahlungsanweisung, die per Nachricht kommt, wird grundsätzlich über die bekannte Telefonnummer der Geschäftsführung rückbestätigt – ohne Ausnahme, egal wie eilig. Eine Chefin, die diese Regel selbst aufgestellt hat, ist nie verärgert über den Kontrollanruf. Dazu: Vier-Augen-Prinzip bei Überweisungen ab einer festgelegten Summe, und das Thema einmal im Team ansprechen – wer die Masche kennt, fällt nicht darauf herein. Sprechen Sie auch offen darüber, dass niemandem ein Vorwurf gemacht wird, der einen Verdacht meldet, selbst wenn es falscher Alarm war.

🆘 Geld bereits überwiesen? Sofort handeln
  • Bank anrufen und versuchen, die Überweisung zurückzurufen – bei Auslandsüberweisungen zählt jede Stunde
  • Anzeige erstatten – die Polizei hat für Wirtschaftsdelikte spezialisierte Ansprechpartner
  • Intern offen kommunizieren – die Täter versuchen es oft zeitgleich bei mehreren Beschäftigten
  • Lief der Erstkontakt über ein gehacktes E-Mail-Postfach? Dann Passwörter ändern und das Postfach prüfen lassen

Unser Angebot für kleine Unternehmen

Wir betreuen Berliner Betriebe, Praxen und Vereine, die keine eigene IT-Abteilung haben – von der sicheren E-Mail-Einrichtung über Updates bis zur schnellen Hilfe im Verdachtsfall. Mehr dazu auf unserer Seite IT-Betreuung für kleine Unternehmen oder direkt unter 030-208496430.

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